Projekt „Erforschung und Entwicklung einer friedvollen Schulkultur“

Das Projekt „Erforschung und Entwicklung einer friedvollen Schulkultur“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Schulzentrum Friesgasse und dem Institut für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät Wien.

Gemeinsam wollen wir …

Hinschauen und hinhören – Was steht einem friedvollen schulischen Zusammenleben entgegen? Wie wird Gewalt an der Schule erfahren?

Nachdenken und analysieren – Welche gewaltmindernden bzw. gewaltfördernden Faktoren lassen sich in und an der Schule erkennen?

Diskutieren und visionieren – Welche Indikatoren für eine gewaltpräventive Schulkultur lassen sich daraus entwickeln?


Wer ist beteiligt?

Schulzentrum Friesgasse: VS, KMS, AHS, HAS/AUL, NMB
http://www.schulefriesgasse.ac.at/

Wissenschaftliches Forschungsteam des Instituts für Praktische Theologie:

Leitung: Univ.-Prof.in Dr.in Andrea Lehner-Hartmann

Planung und Durchführung: Dr.in Renate Wieser

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Datenerhebung und -analyse: Dr.in Edda Strutzenberger-Reiter


Studentische Forschungsgruppe:

  • Petra Ganglbauer: VS; Schwerpunktthema: Gewaltprävention(smodelle) – Peer-Mediation
  • Gerfried Kabas: NMB; Schwerpunktthema: Raum/Räumlichkeit und schulische Gewalt
  • Andrea Lentner: AHS; Schwerpunktthema: Cyber-Mobbing
  • Britta Mühl: HAS/AUL; Schwerpunktthema: Gewalt in gendersensibler Perspektive
  • David Novakovits: KMS; Schwerpunktthema: das Schulsystem in seiner gewaltgenerierenden Wirkungen


Davon gehen wir aus …

Gewalt kommt an jeder Schule in vielfältigen Formen vor. Von daher ist es Zeichen von großem Verantwortungsbewusstsein, wenn eine Schulgemeinschaft Gewaltprävention zu ihrem Anliegen macht. Die Enttabuisierung des Themas und kontextadäquat entwickelte Umgangsformen mit Gewalt sind Qualitätsmerkmale einer Schule.

Für Gewalthandeln sind immer viele Gründe mitverantwortlich – in der Familie, in der Peer-Group, aber eben auch in der Schule: Wenn also in Bezug auf Gewalt in der Schule immer auch schulexterne Faktoren zu beachten sind, ist dennoch ein Zusammenhang zwischen den institutionellen Bedingungen des Schulalltags und dem Gewaltverhalten der SchülerInnen festzustellen. Die Erkenntnis, dass die Schule durch die Gestaltung der Schul- und Lernkultur die schulische Gewaltentwicklung beeinflussen kann, zeigt, wo schulische Gewaltprävention ansetzen kann.


Methodisches Vorgehen

Die Studie arbeitet mit verschiedenen Methoden der qualitativ-empirischen Sozialforschung und ist in drei Forschungsphasen unterteilt:
 

  1. Forschungsphase 1: Beschreibung der Schule hinsichtlich der Schulkultur und dem veröffentlichten Umgang mit Gewalt (Dokumentenanalyse, ExpertInneninterviews, Schulführungen)
  2. Forschungsphase 2: Deskription des Vorkommens und der Ausformung von Gewalt an der einzelnen Schule („Praxen der Gewalt“) und Erhebung von gewaltfördernden wie -mindernden Faktoren (SchülerInnenerzählungen, qualitative Leitfadeninterviews, Fokusgruppe mit LehrerInnen, Elterngesprächsrunde, Elternerzählungen)
  3. Forschungsphase 3: Gewinnung der Indikatoren für eine gewaltpräventive Schulkultur (ExpertInnengruppen)


Endbericht & Forschungsdokumente


Abgeschlossene Forschungsarbeiten: