Jugendkirche Wien


Jugendkirchen und Jugendgemeinden sind ein relativ junges Konzept kirchlicher Jugendarbeit und gelten nach wie vor als das Innovativste, was sich in diesem Bereich tut. Sie erfinden das Rad kirchlicher Jugendarbeit nicht gänzlich neu. Sie bündeln aber mehrere Dimensionen etablierter kirchlicher Jugendarbeit (Liturgie, Kultur/Musik, Bibelkurse, Sozialprojekte, Events und Freizeitgestaltung von offenen Treffs bis hin zur Gruppenarbeit) in bislang unbekannter Weise unter einem Dach. Sie legen dabei einen Schwerpunkt auf neue Ausdrucks- und Gestaltungsformen. Und sie wenden sich mit der ganzen Fülle ihres Angebots gerade auch an Jugendliche, die erstmals oder nach längerer Zeit wieder mit Kirche in Kontakt treten.

Im deutschsprachigen Raum werden Jugendkirchen seit 2000 als Ansatz diskutiert und in ersten Projekten innerhalb der katholischen und den evangelischen Kirchen umgesetzt. Insgesamt gibt es im deutschsprachigen Raum mittlerweile mehr als 80 Projekte dieser Art. Sie haben zum Ziel, den (nicht nur ästhetischen) Graben zwischen jugendlicher Lebenswelt und Kirchenkultur zu überbrücken und Begegnungsräume für Jugendliche mit dem christlichen Glauben zu schaffen. Jugendkulturarbeit, Lebenswelt- und Sozialraumorientierung (auch in der Gestaltung von Gottesdiensten), ein diakonischer Ansatz und ein deutlicher Fokus auf der Partizipation von Jugendlichen gehören zu den zentralen Elementen von Jugendkirchen und -gemeinden.

Im Oktober 2005 wurde in Wien die erste Jugendkirche in Österreich eröffnet. Sie arbeitet nach dem Sakralraum-Konzept. Der Kirchenraum öffnet sich für Anliegen und Themen von Jugendlichen und wird gestaltbar.

Das Institut für Praktische Theologie hat die Entwicklungsphase der Jugendkirche Wien wissenschaftlich begleitet und das erste Arbeitsjahr mit einer Gruppe von Studierenden evaluiert.

Der Bericht ist hier einzusehen.

Informationen zur Jugendkirche Wien: www.jugendkirche.at