lebens.werte.schule

Forschungskolloquium „Inklusive Schule – Religionspädagogische Annäherungen und Orientierungen“


Die Salamanca-Declaration (1994) hat Inklusion zum Prinzip von Bildung und Bildungseinrichtungen gemacht. Die UNESCO Policy Guidelines on Inclusion in Education (2009) dienen der Umsetzung dieses Prinzips: “Inclusive education […] is increasingly understood more broadly as a reform that supports and welcomes diversity amongst all learners.” Die europäischen Staaten haben jeweils ein Programm mit Zeitplan zur Realisierung inklusiver Bildung vorgelegt.

Mittlerweile sind die Schulen mit der Verwirklichung der durch diese bildungspolitischen Vorgaben verordneten Inklusion konfrontiert. Die Herausforderung, Schule aus einer inklusiven Bildungsperspektive heraus neu zu durchdenken, gilt nicht nur der Gestaltung von inklusivem Fachunterricht, sondern auch der Begleitung von Lehrpersonen in diesem neuen Anliegen sowie der Entwicklung einer inklusiven Schulkultur insgesamt.

Die erforderliche wissenschaftliche Unterstützung ist dabei nicht in ausreichendem Maße gegeben. In besonderer Weise gilt dies für die Religionspädagogik, insbesondere die katholische Religionspädagogik.
Die Forschungsinitiative lebens.werte.schule nimmt sich mit dem geplanten Forschungskolloquium dieses Desiderats an und möchte einen Beitrag zur Vertiefung und Weiterentwicklung wissenschaftlicher Überlegungen zu inklusiver Schule leisten. Am Forschungsstandort Wien legt sich in besonderer Weise nahe, sowohl Überlegungen aus der Perspektive verschiedener religiöser Traditionen bzw. religionsunterrichtliche Erfahrungen verschiedener Konfessionen bzw. Religionen einzubinden, als auch internationale Erkenntnisse – aufgrund der geographischen Lage auch besonders aus dem mittel- bzw. südosteuropäischen Raum – entscheidend zu berücksichtigen