Leitbild des Instituts für Praktische Theologie

 

Selbstverständnis und Werte

Die Wahrnehmung der Gegenwart Gottes im Leben der Menschen von heute ist Aufgabe der Praktischen Theologie. Auf der Basis der christlichen Tradition erschließen wir neue Perspektiven für die Vergegenwärtigung des Christentums. Wir fördern eine diakonische Option in der Theologie.

Wir sehen Pluralität als spezifische aktuelle Herausforderung. Dieser werden wir als Wissenschafterinnen und Wissenschafter durch multiperspektivisches Forschen und Lehren gerecht.

Mission Statement

Unsere wissenschaftliche Arbeit dient einer gerechten Gesellschaft und einer lebendigen Kirche, sowie der Weiterentwicklung der Theologie.

Dazu nehmen wir Praxis theoriegeleitet wahr und entwickeln Theorien für die Praxis.

In dieser Arbeit legen wir ein besonderes Augenmerk auf:

  • die pastoraltheologische und religionspädagogische Reflexion der gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen, religiösen und kirchlichen Praxis
  • Forschung und Lehre im ökumenischen Horizont
  • eine biografie- und lebensweltorientierte Perspektive
  • Wahrnehmung von Pluralität und Diversität (Religion, Kultur, Geschlecht, Alter, „Behinderung“) und gerechten Umgang damit


Unser Ziel ist es die Zeichen der Zeit zu erkennen, um Gesellschaft und Kirche im Sinne der Reich-Gottes-Vision mitzugestalten. Dazu fragen wir besonders, welche Rolle Christinnen und Christen in der Geschichte Gottes mit den Menschen spielen und was sie für deren Zukunft beitragen können.


Themenschwerpunkte

Das Institut für Praktische Theologie setzt sich mit vielfältigen Dimensionen der gegenwärtigen Kultur und Gesellschaft auseinander:

  • Aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und ihren Wechselwirkungen mit Theologie, Kirche und Bildung, mit besonderem Blick auf Menschen in prekären Lebensverhältnissen
  • Religiösen und kirchlichen Transformationsprozessen
  • Religiöser Entwicklung und Bildung in der pluralen Gesellschaft im Horizont der Globalisierung
  • Fachdidaktischen Fragen im Diskurs mit der Praxis und anderen Fachdidaktiken
  • Kommunikationsprozessen, die mit Christsein vertraut machen können
  • Theologischen Entwicklungen und Praxis der Kirchen in Mittel- und Osteuropa


Bis 2014 konkretisieren wir dies in folgenden Schwerpunkten:
lebens.werte.schule - Schulentwicklung und Religion; Werteforschung; Fachdidaktik; Religion im Kontext von Migration; Kerygmatik; Religionen, Kirchen, Religionsgemeinschaften und Gesellschaft in Ost(Mittel)Europa; Religion und Spiritualität; Wirtschaft und Religion; Sakramenten- und Gemeindepastoral; Beziehung – Arbeit; Religionssensible Bildung.

Beiträge

für Forschung und Lehre:
Wir setzen unseren Schwerpunkt in der empirischen und hermeneutischen Werte- und Religionsforschung.

Wir lehren forschungsgeleitet und kooperativ.

Wir engagieren uns für inter- und innerfakultäre Zusammenarbeit, besonders mit den anderen Fachdidaktiken und Fachwissenschaften, sowie den Human- und Sozialwissenschaften.

Wir legen Wert auf eine internationale Perspektive und kooperieren mit Universitäten inner- und außerhalb Österreichs.

für die Kirche:

Wir setzen Impulse für die (Weiter)Entwicklung der Kirche, dabei wenden wir uns an MultiplikatorInnen und EntscheidungsträgerInnen.

Wir konfrontieren Kirche mit der Lebensrealität der Menschen (GS 1).

Wir engagieren uns in der Aus- und Weiterbildung kirchlicher MitarbeiterInnen.

für die Bildung:
Wir setzen wissenschaftliche Impulse für die (Weiter)Entwicklung religiöser Bildung, unter anderem im Bereich von Schulentwicklung und Religion, LehrerInnenbildung sowie in der Erwachsenenbildung.

für die Gesellschaft:
Wir analysieren sozioökonomische Zusammenhänge und zeigen Handlungsbedarf auf.

Wir setzen aktuelle und innovative Themen.

Wir greifen tabuisierte Themen auf.

Wir halten religiöse Fragen wach.

Zielgruppen

Spezifische Leistungen

Uns zeichnen Publikationen und öffentliche Auftritte aus, die sowohl in der scientific community anerkannt als auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich sind.

Wir bieten wissenschaftliche Beratung.

Wir eröffnen unseren Zielgruppen die Möglichkeit zu multiperspektivischer Reflexionsarbeit.

Wir fördern religionspädagogische und pastoraltheologische Wahrnehmungs- und Deutungskompetenz sowie berufsbezogene Handlungskompetenz.

Die Lernwerkstatt als Raum und didaktisches Konzept ermöglicht Studierenden und einer interessierten Öffentlichkeit wissenschaftlich begleitete Lernprozesse.