Religion unterrichten vom Wandel der Majoritätsposition in die Minoritätsposition

Konsequenzen für konfessionellen RU und die interkonfessionelle/-religiöse Zusammenarbeit (Andrea Lehner-Hartmann)

Katholischer Religionsunterricht in Österreich unterliegt derzeit – insbesondere in manchen Schultypen und Regionen – einem Wandel. Die Religionsgruppen werden zunehmend kleiner, mancherorts stellen sie die Minderheit dar. Insbesondere für Lehrpersonen, die einen Wandel von der Majorität zur Minorität erlebt haben, ist dies eine spezielle Herausforderung. Dies betrifft sowohl die inhaltliche Ausrichtung – Konfessionalität, Inhaltsorientierung treten in den Vordergrund – als auch die didaktische Konzeption und das Methodenrepertoire. Mehr Kenntnis über die Fragen, Anliegen und Probleme von Religionsunterrichten in Minoritätskonstellationen zu haben, ist notwendig für eine verstärkt geforderte ökumenische oder interreligiöse Ausrichtung. Erste Ergebnisse aus einer Pilotstudie sollen in weiterführenden Untersuchungen vertieft werden.

Publikationen

Lehner-Hartmann, Andrea: Katholische Minoritätskonstellationen und ihre Herausforderungen, in: Mirjam Schambeck/Henrik Simojoki/Athanasios Stogiannidis (Hg.): Auf dem Weg zu einer ökumenischen Religionsdidaktik. Grundlegungen im europäischen Kontext. Freiburg - Basel - Wien: Herder 2019, 43–58. (im Erscheinen)