Alternative Narrative und Gegennarrative

In den politischen und medialen Debatten dominieren derzeit problemorientierte, sogar stigmatisierende Narrative über Flucht und Migration. Aus interdisziplinärer Perspektive widmet sich die Forschung der Frage, welche alternativen Deutungsrahmen und Interpretationen es gibt, um Migration und Flucht auch in deren Möglichkeiten und Potentialen wahrzunehmen und über sie zu erzählen. Einen Schwerpunkt bildet die Identifikation der genuin theologischen Beiträgen und der Bedeutung der Praxis zur Generierung von Narrativen.

Aktuelle Projekte

  • Migration und Narrativ, Buchprojekt von Regina Polak, Andrea Lehner-Hartmann, Viera Pirker
    In dem interdisziplinären Sammelband gehen renommierte WissenschaftlerInnen aus Soziologie, Politik- und Religionswissenschaft, Geschichtswissenschaft, Theologie uvm. der Frage nach, ob und wie alternative und Gegennarrative zu Migration entwickelt werden können und identifizieren inhaltliche Elemente sowie strategische Vorgehensweisen zur deren Dissemination. Der Sammelband wird im Rahmen der Buchreihe des Forschungszentrums „Religion and Transformation in Contemporary Society“ 2021 erscheinen.

Publikationen

Aktuell erschienen

  • Regina Polak: Migrants as Agents of Social and Religious Innovation, in: Andrea Bieler / Isolde Karle / HyeRan Kim-Cragg / Ilona Nord (Hg.): Religion and Migration. Negotiating Hospitality, Agency and Vulnerability, Leipzig (2019) 61-77.

In Erscheinung

  • Regina Polak: Vom „Ende der Großen Erzählungen“? Rückfragen aus migrationstheologischer Perspektive, in: Lebendige Seelsorge 2 (2019), i.E.

Bereits erschienen

  • Regina Polak: Turning a Curse into a Blessing? Theological Contributions to a Resource-Orientated Narrative on Migration in Europe, in: Ulrich Schmiedel/Graeme Smith (Hg.): Religion in the European Refugee Crisis, Reihe: Religion and Global Migrations, Basingstoke 2018, 243–263.
  • Regina Polak: Befreiung. Die Pastoraltheologie braucht eine „Große Erzählung“: Zur Zukunft der Pastoraltheologie, in: Salzburger Theologische Zeitschrift 20/1 (2016), 57-78.